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Öffentliche Diskussion zum Thema "GEMA-Vermutung behindert die Verwendung frei-lizenzierter Inhalte" • Absender: senges, 06.08.2009 12:57

Ich habe den Betreff absichtlich etwas plakativ formuliert. Im Grunde geht es um eine Aktion, die ich anderweitig (unter "Treffen") bereits angekündigt habe.

Wie die meisten wissen, findet die Popkomm nicht statt. Diese war sehr industrieorientiert. Statt dessen gibt's zum gleichen Termin die "all2gethernow". Tim Renner (jetzt Chef Motor Entertainment; früher Chef Universal Music Deutschland) und Andreas Gebhard (Chef von "newthinking communications") haben diese Konferenz ins Leben gerufen, als "die Basis" (Musiker, Fans, kleinere Unternehmen...) danach rief. Mehr auch unter http://a-2-n.de

Ich arbeite dem Team von Andreas Gebhard extern zu. Wichtiger für uns: Ich steuere eine Diskussionsrunde bei:

"GEMA-Vermutung als künstliche Markteintrittsbarriere"
('tschuldigung, das ist Marketinggelaber, heißt aber nichts anderes als das von mir im Betreff Beschriebene.)

Dieser Vortrag wird in Kürze zur Vorabdiskussion im Internet frei gegeben. Später wird die Diskussion in Berlin fortgeführt und von mir geleitet. Und hier kommt die Aktion ins Spiel, denn ich brauche jeden, ...

- der seine Musik unter freien Lizenzen (z.B. Creative Commons) anbietet
- der sich dafür interessiert (auch GEMA-Mitglieder unter Euch)
- der bei Portalen wie Jamendo vertreten ist
- der Hobby-Musiker ist

Ich hänge unten einen Kurzabriss meines Themas an, damit Ihr versteht, warum. Letztendlich müssen Nicht-GEMA-Anbieter eine Chance erhalten, sich am Musikmarkt (Rundfunk etc.) unproblematisch zu beteiligen. Dies geht nur ohne GEMA-Vermutung. Will sagen, wir benötigen die sichtbare Präsenz der Anbieter, um die Vermutung widerlegen zu können.

Wenn der Zugang im Web gegeben ist, sage ich hier bescheid. Falls jemand nach Berlin kommt - um so besser. Würde mich freuen, wenn Ihr mir vorher eine Mail sendet.


Kurzabriss:
"GEMA-Vermutung als künstliche Markteintrittsbarriere"

Leider scheitert ein kommerzieller Einsatz von Content, der unter CreativeCommons steht (oder anderen freien Lizenzen) häufig an der Gema-Vermutung. Möchte ein Lizenznehmer einen Track einsetzen, ist die Meldung bei der Gema unumgänglich. Der Verwaltungsaufwand bei Radio & TV gegenüber den Blanko-Lizenzen der Gema ist enorm – ergo: keine Verwendung trotz Qualität.

Tatsächlich ist jedoch zu bezweifeln, ob die Vermutung noch Bestand haben kann. Der Anteil frei-lizensierter Musik am Markt ist groß und steigt. Daraus folgt, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass Gema-Lizenzen genutzt werden, wenn populäre Musik eingesetzt wird. Genau genommen verhindert die Gema-Vermutung in der Rechtsprechung den breiteren Einsatz freier Lizenzen.

Anregen möchte ich daher, dass sich Anbieter von Gema-frei lizensiertem Audiomaterial kurzschließen bzw. organisieren. Nicht, um gemeinsam Material anzubieten. Der Zweck liegt im Hinweis auf das vorhandene Angebot. Ob Plattformen wie Jamendo.com, Netlabels, spezialisierte Studios, professionelle/semi-professionelle Musiker, aber auch Hobby-Musiker – es ist von erheblicher Bedeutung, die Masse sichtbar zu machen.

Die Gema hat Pressesprecher und Lobbyisten. Nicht die Künstler, die ihre Werke Gema-frei anbieten. Für die Verbraucher existieren letztere Künstler nicht.

Aufgrund der Masse des Gema-freien Angebots ist die Gema-Vermutung jedoch kaum mehr haltbar, und der reale Markteintritt für unabhängige Künstler damit möglich.

Es schließt sich für Gema-Mitglieder die unmittelbare Frage an – was dann? Kontrolle ersetzen durch Vertrauen? Hier besteht weiterer Diskussionsbedarf.


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