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Zum GEMA-Monopol • Absender: Myrrdin, 21.07.2009 12:10

Das Problem dürfte sein, dass das Deutsche Patentamt -das ist jetzt nur eine Vermutung- die Erlaubnis nach Absatz 3 nicht erteilt. "Ausreden" dafür zu finden dürfte nicht schwierig sein.

Man bräuchte ja im Prinzip eine ähnliche Spitzelorganisation wie es die GEMA ist, um sicherzustellen, dass man die anvertrauten Rechte auch wirksam durchsetzen kann. Hier eine Begründung zu finden, eine solchen Antrag abzulehnen, dürfte nicht schwierig sein, den niemand hat das Geld, um dermassen organisatorisch und personell in Vorleistung zu gehen. Es dürfte viele Millionen Euro kosten, um eine ähnlich übergreifende Organisation, wie die GEMA aufzubauen, immer mit der Gefahr im Rücken, dass das Patentamt, das scheinbar sehr GEMA-freundlich eingestellt ist, die Erlaubnis dann mit irgendwelchen fadenscheinigen Gründen nicht erteilt, was wiederum einen langen teueren Rechtsstreit nach sich ziehen würde.

Ich weiß nicht, ob das schon versucht wurde, kann mir aber gut vorstellen, dass dies, aus den o. g. Gründen, sicher nicht sehr oft der Fall war.

Dazu kommt noch, dass so eine Gesellschaft einen langen Atem braucht, da die Großverdiener (die natürlich auch kräftig Gelder hereinbringen) ja so ziemlich alle bei der GEMA Mitglied sein dürften und auch kein Interesse an einem Wechsel haben. Damit würden sie sich ja ins eigene Fleisch schneiden, denn wenn man davon ausgeht, dass bei einer neuen Gesellschaft die Gelder GERECHT verteilt werden, würde wohl kein einziges ordentliches Mitglied der GEMA zu einem anderen Verein bzw. einer anderen Gesellschaft wechseln, denn sie profitieren ja gerade von der ungerechten Verteilung bei der GEMA.

Wenn man dann die erhebelichen Kosten bedenkt, die das alles verschlingt, wird die neue Gesellschaft nicht allein von den "kleinen" Künstlern existieren können. Da beißt sich die Katze dann wieder in den Schwanz. Den auch ein kleiner Künstler, der von der GEMA, als Mitglied 2. oder 2. Klasse, nur einen Bruchteil dessen bekommt, was er "einspielt", würde wohl über Jahre bei einer neuen Verwertungsgesellschaft weniger oder gar nichts bekommen, da ja erst einmal die kompletten Betriebskosten gedeckt sein müssen. Außer natürlich der neue hat genug Eigenkapitel, um in den Jahren, die er brauchen wird, bis er keine Verluste mehr einfährt (Weil der Apparat teurer ist als die eingenommenen Gebühren) die Künstler daraus zu bezahlen. Für mich ein ziemlich utopisches Unterfangen. Und wenn das nicht der Fall ist, hat das Patentamt schon einen Grund, die Erlaubnis zu verweigern.

Es ist also kein einfaches Problem, dass es hier zu lösen gilt. Ich denke das ist auch der -valide- Grund, warum die Petition nicht auf Abschaffung der GEMA aus ist, sondern eben nur aus der jetzigen GEMA eine gute, gerechte und die Kunst fördernde GEMA machen will.

Grüße
Myrrin


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