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Australisches Urteil zu Providern und Onlinepiraterie • Absender: evergreen, 05.02.2010 12:12

Urteil: Provider nicht verantwortlich für Copyrightverstöße

-Die Filmindustrie in Australien hat einen wegweisenden Prozess in Sachen Onlinepiraterie verloren. Die Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT), die lokale Studios und die Hollywoodmajors in Down Under vertritt, hatte den Provider iiNet bereits im November 2008 auf Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung verklagt. Die Industrie wirft dem Provider nicht nur Untätigkeit gegen Downloadsünder vor, sondern ist auch der Ansicht, dass das Unternehmen gegen das Urheberrecht verstoße, da es urheberrechtlich geschützten Content über seine Leitungen übertrage. Der Federal Court in Sidney sah das nicht so und hat am 4. Februar zugunsten von iiNet entschieden. "Die Beweislage ergibt, dass iiNet nichts anderes getan hat, als seinen Kunden eine Internetverbindung zur Verfügung zu stellen", sagte Richter Dennis Cowdroy in seiner Urteilsbegründung. Die Verteidigung hatte ebenso argumentiert: Ein Stromanbieter sei auch nicht dafür verantwortlich zu machen, was seine Kunden mit der Elektrizität anstellen.

Während die australischen Ableger der Piratenpartei sowie der Electronic Frontiers Foundation die Entscheidung als "Sieg der Vernunft" feiern, zeigt sich die Filmindustrie enttäuscht von dem Urteil. "Die Entscheidung ist ein Rückschlag für die 50.000 Australier, die in der Filmindustrie beschäftigt sind. Wir werden uns nun Zeit nehmen, das Urteil zu studieren, bevor wir weitere Schritte ankündigen", sagte Neil Gane, Executive Director der AFACT.

iiNet betonte seinerseits in einem Statement, dass man zu keinem Zeitpunkt Urheberrechtsverstöße gutgeheißen und niemanden dazu ermutigt habe, diese zu begehen. Gleichzeitig sagte der Provider seine Bereitschaft zur Kooperation mit der Filmindustrie zu: "Wir sind bestrebt, mit der Filmindustrie zusammenzuarbeiten, um den Content legal zur Verfügung zu stellen", heißt es seitens iiNet.
Quelle: Musikwoche


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