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Wie die GEMA das Potatosystem nutzt um noch den letzten kleinen Musikern das Geld aus der Tasche zu ziehen. • Absender: macandrews, 03.11.2009 23:20

Als ich Ende 2003 einen Vertriebsweg für meine Musik über das Netz suchte, gab es kaum Möglichkeiten, ohne viel Geld zu investieren, (Phonoline) seine Musik im Netz zum Verkauf anzubieten. Bei meiner Recherche stieß ich irgendwann auf die frisch gegründete f4o.de (for friends only) eine Firma, die das Potatosystem entwickelte. Sofort nahm ich Kontakt auf. Ich erfuhr das im Frühjahr 2004 der Start geplant war.

Der erster Anbieter im Potatosystem, das auch GEMA Mitglieder akzeptiert, wurde Dorfdisco, eine Website die Indiebands über das PotatoSystem vertrieb. Der zweite war ich mit meiner virtuellen Band “Rumba del Sol”.

Das ganze System war zu dieser Zeit noch sehr grobschlächtig und das Einpflegen der Tracks ging noch manuell von statten. Es war viel Arbeit und es gab eine Menge Bugs bis alle Tracks gelistet waren. Dabei liegen die Tracks auf dem eigenen Server und das System stellt beim Kauf nur die Verbindung über das Abrechnungssystem Paybest zur Datei her.

Da Potatosystem für jeden verkauften Track von GEMA Autoren vom Verkaufspreis den GEMA Anteil abzog und an die GEMA abführte, gab es für GEMA Mitglieder weniger Geld. Auch die Previews sind GEMA-pflichtig und das Potatosystem führt auch dafür ab. Nicht GEMA Mitglieder bekamen den vollen Verkaufspreis erstattet. Die GEMA zahlt dann nach Abzug der Bearbeitungsgebühr irgendwann an die Autoren aus. So hieß es.

Im Jahr 2009, überprüfte ich alle meine GEMA Abrechnungen und stellte fest, das vom Potatosystem an die GEMA abgeführtes Geld nicht bei mir gutgeschrieben war. Daraufhin kontaktierte ich das Potatosystem und berichtete dort darüber.

Sofort wurde von dem GF Kontakt zur GEMA aufgenommen. Dort wurde gesagt diese Angelegenheit würde unter die Geringfügigkeitsklausel fallen (unter 50 €).

Nur im Potatosystem gibt es eine Menge kleiner selbstproduzierender Musiker, die GEMA Mitglied sind und auf dies Art von Vertrieb übers Netz gewartet haben. Für alle dort gelisteten Indiebands und Musiker führte das Potatosystem für jeden Preview und Verkauf an die GEMA ab. Nur das Geld kommt nie bei den Musikern an.

Die ordentlichen GEMA Mitglieder reiben sich die Hände über diese neuen Einnahmequelle, den sie bedienen sich zusätzlich zu ihren hohen Einkünften noch aus dem sogenannten “GEMA Topf” in die alle Gelder aus Geringfügigkeit und unklarer Zuordnungen fliessen.

Wie es mit dieser Angelegnheit weiter geht, oder ging, weiß ich nicht, da ich sofort meine Account beim Potatosystem kündigte.

Das Potatosystem wird so von der GEMA mißbraucht um noch dem letzten kleine Musiker das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ende des Jahres zahlt man dann auch noch an die GEMA zusätzlich 25 € Mitgliedsbeitrag.

Für mich ist diese Angelegenheit ein groß angelegter Betrug an GEMA Mitgliedern. Die Geschäftsführung und Mitarbeiter vom Potatosystem wurden und werden so aufs übelste von den GEMA Entscheidern instrumetalisiert um sich zu bereichern.

Wer jetzt noch glaubt die GEMA wäre ein gemeinnütziger Verein, kann eigentlich nur noch ein ordentliches Mitglied, oder der GEMA Vorstand selber sein.

Deshalb muss die GEMA einer staatlichen Überprüfung unterzogen werden, dazu gehört auch das Schätzen der Immobilien. Das beste ist man löst die GEMA danach gleich ganz auf und schafft eine neue demokratische Alternative in der alle Mitglieder Mitspracherecht haben.

Der Schriftwechsel zwischen der GEMA und dem Potatosystem liegt mir vor.

Klar machen zum Ändern!


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