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Fundstück - GEMA muss Verpflichtungen nachkommen. • Absender: evergreen, 03.09.2009 13:57

In diesem Forum wurde schon das Beispiel des Texters Fritz Löhner Beda angeführt, der im KZ umkam. Ebenso seine Familie. Es stellte sich die Frage, wo die Gema mit Tantiemen aus seinen Liedern bleibt, die ja heute noch aufgeführt werden.

Hier ein Schreiben eines Gema Mitgliedes aus dem Jahre 2000. Das Thema Vergangenheitsbewältigung steht schon lange an. Aber solange die Gema daran noch verdienen kann, hat man es wohl nicht eilig damit.

Entschädigung von Zwangsarbeitern


GEMA muss Verpflichtungen nachkommen

In einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der GEMA Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, Prof. Dr. Reinhold Kreile, fordert Diether Dehm - Stellvertretender Parteivorsitzender, Vollmitglied der GEMA, Komponist, Texter und Musikverleger - den sofortigen Beitritt der GEMA zur Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft zur Entschädigung von Zwangsarbeitern. Wir geben folgend den Wortlaut des Briefes wider:

Sehr geehrter Herr Professor Kreile,

mit Empörung musste ich feststellen, dass die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) zu jenen 189 Unternehmen und Einrichtungen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde DM in Deutschland gehört, die sich bisher der Einzahlung in die Stiftung zugunsten der ehemaligen Zwangsarbeiter entzogen hat. Ein solches Verhalten ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Künstlerinnen und Künstler, die sich derzeit gegen den Rechtsextremismus in Deutschland engagieren. Die Verzögerung der Zahlungen der Wirtschaft haben bereits dazu geführt, dass die wenigen Überlebenden der vielen Hunderttausend Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die von deutschen Unternehmen in der Zeit des Faschismus ausgebeutet wurden, noch länger auf ihre ohnehin karg bemessene Entschädigung warten müssen. Ich akzeptiere die Haltung der GEMA nicht und fordere Sie auf, unverzüglich dafür zu sorgen, dass die GEMA ihren Verpflichtungen nachkommt.

Dabei ist es für mich nicht entscheidend, ob die GEMA bzw. ihr nazideutscher Rechtsvorgänger STAGMA (Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Urheberrechte) selbst Zwangsarbeiter beschäftigt haben. Als Einrichtung, die auf Anweisung der Alliierten unmittelbar aus einem Unternehmen hervorgegangen ist, das auf Veranlassung von Goebbels gegründet wurde und Teile seines Umsatzes durch die Verwertung der Rechte an künstlerischen Produkten der Nazi-Ideologie erzielt hat, steht die GEMA in einer direkten Verantwortung. "Die heutige GEMA ist also mit der STAGMA identisch" (Handbuch der Musikwirtschaft), beschrieben Sie selbst diesen Zusammenhang, dem sich die Gesellschaft nicht entziehen darf. Selbst die deutsche Bank hat eine wissenschaftliche Studie über die eigene Verantwortung in der NS- Geschichte in Auftrag gegeben. Deshalb sollte auch die GEMA ihrer Verantwortung gerecht werden und schnellstmöglich eine Studie über die eigene Geschichte und ihren eigenen Umgang mit der Verwertung von Urheberschaften sogenannter "Nichtarischer", sozialdemokratischer, jüdischer, kommunistischer und weiterer Autoren in Auftrag geben.

Ich werde Kolleginnen und Kollegen sowie auch Rundfunksender, Plattengesellschaften und Veranstalter informieren und sie bitten, ihre Position zum inakzeptablen Verhalten der GEMA öffentlich zu machen. Ich als Vollmitglied und "Kunde" der GEMA fordere den sofortigen Beitritt der GEMA zur Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft und die Einzahlung eines angemessenen Beitrages auf das Konto der Stiftung für die ehemaligen Zwangsarbeiter.
Ich bitte hiermit höflichst um die zügige Beantwortung meines Schreibens.

Hochachtungsvoll
Diether Dehm

Berlin, 28.10.2000


30.10.2000



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